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Wir müssen zum Umdenken bewegen.

Wissen ist unser wichtigster Verbündeter im Kampf gegen die Plastik- und Verpackungsflut. Um insbesondere den unachtsam weggeworfenen Müll in den Griff zu bekommen, müssen wir in den Köpfen etwas bewegen. Im Grunde ist es ganz einfach: Jedes Stück, das nicht im Abfalleimer landet, vergrößert das Problem – und jede Verpackung, die gar nicht erst gekauft wird, erleichtert die Sache.

Und das müssen wir jedem in Bremen erzählen. Erzählen. Erzählen. Erzählen und noch mal erzählen.

Hier bekommst du Tipps, Tricks und Infos rund ums Thema Müll in Deiner Stadt. Stark, dass Du dabei bist.

Wirklich jeder kann etwas für Bremen und die Umwelt tun.

#allinfuerbremen: Dein grüner Fußabdruck beginnt mit dem Schritt zum Abfalleimer!

Abfalleimer

Abfallbehälter sind der Platz für Deinen Müll to go – keine Sammelstelle für häuslichen und Gewerbemüll!

Restmüll, Batterien, Grünschnitt, Tapeten, Sperrmüll. In und um die Abfallbehälter der Stadt sammelt sich mehr und mehr Müll, für den sie nicht gemacht sind. Dabei ist es doch ganz einfach: Was unterwegs an kleinem Müll anfällt – also Taschentücher, Kippen, Bonbonpapierchen, Kassenzettel – das schluckt der Abfallbehälter.

Und wohin mit dem Rest? Jede Abfallart hat ihren eigenen Entsorgungsweg, auf dem sie fach- und umweltgerecht entsorgt werden kann. Fällt einmal mehr Hausmüll an als üblich, zum Beispiel nach Feiertagen oder Haushaltsauflösungen, verschafft der Bremer Müllsack Abhilfe. Ganzjährig erhältlich gegen geringen Aufpreis im Einzelhandel.

Die Stadtreinigung Bremen unterscheidet Müll mittlerweile in zwölf Abfallarten. Welche das sind, wie Du sie richtig entsorgst und wo Du das machen kannst, findest Du hier.

Du bist Dir nicht sicher, wie Du Deinen Müll korrekt entsorgst?

Dann beraten wir Dich gern unter 0421 361-3611!

Zigarettenkippen

Mit Rauchen aufhören, kann nicht jeder.
Die Kippen richtig entsorgen schon:

Damit sich der Abfalleimer nicht entzündet, muss die Zigarette sorgfältig ausgedrückt sein. Viele öffentliche Abfalleimer verfügen mittlerweile über eine separaten Einfüllstutze bzw. einen integrierten Aschenbecher für die Kippen. Die sind brandsicher, wenn sie konsequent richtig benutzt werden.

Aber auch in der Pampa gibt es keine Ausrede. Die unterschiedlichsten Behältnisse mit „Klick“- oder Schraubverschluss lassen sich als Taschenaschenbecher benutzen: Am besten geeignet sind Schachteln aus Metall, Plastik oder Glas. In jedem Haushalt vorhanden und leicht zum Taschenbecher umfunktionierbar sind neben Crème- oder Pillendosen, Medikamenten-, Bonbon- und Lutschpastillenschachteln auch kleine Fläschchen. Dadurch vermeidest du Umweltverschmutzung durch die Nutzung von Abfall!

Einwegbecher

Schmeckt 15 Minuten, vermüllt in alle Ewigkeit.
Was Du über Einwegbecher wissen musst.

Die Deutsche Umwelthilfe hat in einem Hintergrundpapier alles zu diesem Thema gebündelt. Wer hier einmal reingesehen hat, wirft nie wieder einen Einwegbecher in die nächste Hecke.

Wahrscheinlicher ist, dass nach der Lektüre ein Mehrwegbecher den Weg an den Mund findet. Als fester Begleiter im Alltag, wird Deine Individualität mit einem eigenen Kaffeebecher ohnehin besser abgerundet. Zudem wird der Kaffee oft vergünstigt, wenn er in den eigenen Becher gefüllt wird. Einfach an der Kasse nachfragen!

Du musst auch nicht befürchten, fortan immer einen riesigen Becher mitschleppen zu müssen. In Bremen gibt es mit Cup to Date ein cleveres Becherpfandsystem. Schau mal rein.

Und falls es doch mal ein Coffee to go sein muss: Den Plastikdeckel wegzulassen und den Pappbecher in den nächsten Abfallkorb zu schmeißen, hilft bereits.

Plastikmüll

Weht in die Natur, landet auf deinem Teller.
Wie Plastik in die Nahrungskette gelangt.

Es ist kaum vorstellbar, wie viel Plastikmüll im Meer landet. Und damit in den Mägen von Tieren und Menschen.
Der Hauptteil stammt vom Land.

Wie lange es dauert, bis das Plastik aus der Natur dann wieder als Mikroplastik über die Nahrungskette zurück auf unsere Teller kommt, hat das Fraunhofer Institut in einem Bericht veröffentlicht.

Deshalb heißt es: Plastikmüll reduzieren, wo es nur geht. Zum Beispiel beim nächsten Einkauf:

Den wiederverwendbaren Stoffbeutel nutzen. Tipp: Tasche nahe der Wohnungstür oder an die Garderobe hängen, damit der Blick vor Verlassen der Wohnung auf den Beutel fällt.

Mit Kauf und Nutzung einer Trinkflasche aus Glas sparst Du langfristig nicht nur Geld, sondern unterstützt auch Deine Gesundheit. Denn: Unser Bremer Leitungswasser wird stets gut bewertet und steht käuflich erwerbbarem Wasser in keiner Weise nach.

Vermeide unnötigen Verpackungsmüll. XXL-Packungen, Süßigkeiten, aber auch Obst- und Fruchtstücke zum Mitnehmen werden häufig doppelt- und dreifach mit unnötigen Plastikschichten oder Alufolie verpackt. Dabei erfüllt die klassische Tupper- oder Brotdose den selben Zweck: Aufbewahrung und Frische. Keine Plastikfolie nötig.

Wilder Müll

Wo eine Tüte liegt, sammelt sich schnell ein ganzer Haufen. Wilder Müll ist mehr als nur ein Ärgernis …

Erst ist es nur eine Mülltüte im Grünen. Schnell wird daraus eine ganze Müllhalde, zum Beispiel mit Sperrmüll, Gewerbemüll und Restmüll. Und die ist nicht nur hässlich und teuer für uns alle, sondern auch gefährlich: Scherben bergen Verletzungsgefahren und können Feuer entzünden, mancher Müll entlässt giftige Stoffe in die Umwelt, Reste locken jede Menge Tiere an, Kinder finden Alkoholflaschen mit Inhalt, …

60 bis 80 Säcke voll wilden Mülls sammelt die DBS täglich ein. Dabei muss das gar nicht sein, denn fast alle Abfälle in Bremen werden kostenlos entsorgt oder der Wiederverwertung zugeführt. Und falls einmal zu viel Hausmüll für die eigene Tonne anfällt: der Bremer Müllsack ist gegen kleinen Aufpreis in vielen Geschäften erhältlich. Die verschiedenen, separat zu entsorgenden Müllarten findest Du HIER erklärt.

Auch bei Events unter freiem Himmel, wie Picknicks im Park oder an der Weser, muss kein wilder Müll entstehen. In zwei mitgebrachten Tüten von Anfang an den Abfall getrennt zu entsorgen, spart Zeit und bietet die Möglichkeit, den vollen Sack einfach im nächsten Abfallbehälter zu entsorgen. So findet jeder den Park wieder, wie zuvor.

Faire Regeln helfen: Wer häufig in Gruppen die Natur genießt, kann die Verantwortung für die Müllentsorgung und den zugehörigen Leergutwertschein rotieren lassen.

Du brauchst Hilfe bei der korrekten Entsorgung? Willst wilden Müll melden? Eine Tonne oder Sperrmüll bestellen? Dann erreichst Du uns unter 0421 361-3611.

So findet auch Dein Müll den richtigen Weg!

Kaugummi

Einfach zu kauen, aufwendig zu entfernen.
Welche Probleme Kaugummi Mensch und Tier bereitet.

So einfach Dir ein Kaugummi erscheinen mag, so komplex ist es in Wirklichkeit. Teile interessante Fakten über Kaugummi mit Deinen Freunden. Welch enormer Aufwand in Deutschland betrieben wird, um achtlos ausgespuckte Kaugummis zu entfernen, hat die FAZ recherchiert.

Dabei ist die Lösung so naheliegend: ein Taschentuchstreifen oder das Kaugummipapier, aus dem man das Kaugummi nimmt, aufheben. Nach dem Genuss wieder darin einwickeln – und ab damit in den Abfalleimer.

Wer der Umwelt einen noch größeren Gefallen tun möchte, kann zu biologisch abbaubaren Produkten greifen und ganz auf Plastik in der Kaumasse verzichten. Und fortan natürlich vor allem die Kaugummis – auch die Guten – im Abfalleimer entsorgen.

Hundekotbeutel

Fast so schnell beseitigt, wie vom Hund geschaffen.
Mit wenigen Handgriffen viel für die Umwelt tun.

Zugegeben, eine umweltfreundliche Begleitung für Hund, Herrchen und Häufchen muss zwar noch entwickelt werden.

Doch in einer zugeknoteten Plastiktüte kann der Kot seines Vierbeiners ohne Ekel die ohnehin zurückgelegten 50 Meter zum nächsten Abfalleimer getragen werden – und mittlerweile gibt es sogar erste Alternativen zur herkömmlichen Hundekottüte: Tüten aus recycelbarem Plastik, Pappfaltschachteln oder Zeitungspapier. Egal wie, Hauptsache die Tretminen mit verheerenden Folgen für Kinder und Landwirte werden zukünftig vermieden.

Jetzt aktiv dabei sein!

Die Bremer Initiative Clean up your City – Bremen will den Müll von Straßen, Grünflächen und Gewässerufern schaffen und Mitmenschen dazu auffordern, verantwortungsvoller mit eigenem Müll umzugehen.

Was macht Clean up your City – Bremen genau?

Die Initiative organisiert ehrenamtlich Müllsammel-Aktionen mit Freiwilligen in ganz Bremen. Alle Termine sind offene Veranstaltungen und werden über soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram bekanntgegeben. Derzeit gibt es regelmäßige CleanUps in Findorff, Pusdorf und der Vahr. Weitere sind in Planung.

Wer Lust hat, eine eigene Müllsammelaktion in seinem Stadtteil zu organisieren, kann dies gern über die zugehörige Facebook-Gruppe tun oder mit Clean up your City – Bremen per Mail Kontakt aufnehmen. Die Initiatorin Katrin Zeise freut sich über Verstärkung in der Organisation und gibt auf Wunsch z. B. hilfreiche Tipps, wie man Müll sparen kann.

Müllsammeln als besonderes Teamerlebnis

„Wir werden mit einem CleanUp nicht die ganze Welt retten“, sagt Katrin Zeise, „aber jeder Mensch kann damit ein gutes Vorbild sein, das nachhaltig auf Kinder und Erwachsene wirkt. Außerdem bringt ein CleanUp unterschiedlichste Leute zusammen und erzeugt ein starkes Teamgefühl. Für viele Teilnehmer ist das neben einer sauberen Straße die schönste Belohnung!“

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Clean up your City – Bremen und hoffen, das wir unserem Ziel, einem sauberen, lebenswerten Bremen, gemeinsam Schritt für Schritt näher kommen!